Journalistische Darstellungsformen, Teil 3

Darstellungsformen reloaded

Die Darstellungsformen im Hörfunk lassen sich auch noch mal anders aufteilen:

 

– informierende und/oder unterhaltende Darstellungsformen:

Moderation
Meldung / Nachricht
Bericht / gebauter Beitrag (BmE) Kurzbeitrag (KB) / Shorty Reportage
Feature

– meinungsäußernde Darstellungsformen

Kommentar

Kritik / Rezension

Analyse oder analytisches Gespräch

 

– berichtende und interagierende Darstellungsformen

Interview / Telefoninterview Statement / (O-)Ton Umfrage
Call-In

 

künstlerisch literatisch-journalistische Darstellung

Hörspiel Hörstück Sketch/Comedy? Glosse

 

Dazu ein paar Anmerkungen:

Bei dieser Aufstellung ist das „call-in“ dabei – eine Form, die typisch Radio ist: Hörer können in die laufende Sendung genommen werden – per Telefon (oder auch mit Skype). „Social Radio“ erlaubt mittlerweile noch mehr: Facebook, Twitter, Email – Kommentare und Ergänzungen zum laufenden Programm. Die Entwickler von „crowd radio“ haben eine Software entwickelt, die solche Elemente standardiesiert dem Moderator bzw. dem Redakteur der Sendung zur Verfügung stellt, mitsamt Fotos und Videos für den Internetauftritt. Für „crowd radio“ gab’s den Deutschen Radiopreis. Mehr dazu im Anhang (B. Crowdradio und Co.: Die Masse macht‘s) und unter diesem Link: http://crowdradio.de

Sketch und Comedy und auch die etwas seriösere Schwester, die Glosse, sind Genres, die sich locker bis lockerflockig anhören (müssen), hinter denen aber viel Arbeit steckt. Sie nehmen humorvoll und mehr oder weniger ernst Schweres und Leichtes aus Politik und Alltag aufs Korn.

Hörspiele und Hörstücke sind eher Kunst und Literatur als Journalismus und Tages- geschäft. Und stehen für die meisten Journalisten auch eher außerhalb der beruflichen Praxis.

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