Journalistische Darstellungsformen / 3

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Reportage

Bei der Reportage ist der Journalist Auge, Ohr, Nase und Tast- und Geschmackssinn des Zuhörers. Er geht dorthin, wo der Zuhörer aufgrund der räumlichen Ent- fernung oder auch aufgrund sozialer/gesellschaftlicher Distanz nicht sein kann oder es ihm nur schwer möglich ist hinzugelangen.

Der Reporter vermittelt nicht nur trockene Fakten, beschränkt sich dabei möglicher- weise sogar ein wenig. Vielmehr schildert er Eindrücke, Wahrnehmungen und Einschätzungen. Dazu hat er sich vorher natürlich informiert, er hat mit (Augen-)Zeu- gen gesprochen, er kennt (ganz wichtig!) die Örtlichkeit: Eine Reportage vom Schreibtisch aus über ein Geschehen geht nicht. Reporter fahren dorthin, wo etwas passiert bzw. etwas bereits passiert ist. Und er oder sie schildert, was passiert ist, wie es jetzt aussieht und wie es weitergeht. Um bei Reportagen in die Tiefe zu gehen, muss das Thema eingegrenzt werden, vor allem bietet sich dabei die Örtlichkeit des Geschehens an. Reportagen können „live“ eingesetzt werden, was natürlich bei aktuellen Ereignissen sinnvoll ist. Sie können aber auch Schreibtisch zusammengesetzt werden, wenn dabei der Reportage-Gedanke vorwiegt – allerdings geht es dann meistens in Richtung…

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